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Vom Großen Seeloch zum Keulaer Wald

Wie kommt dieser runde wassergefüllte Trichter, dessen Durchmesser etwa 200 Meter beträgt, bloß in diese Landschaft? Ich meine damit das Große Seeloch, das sich westlich von Nordhausen befindet. Wenn man mit dem Pkw unterwegs ist, lässt man diesen am besten in Kleinwechsungen stehen und begibt sich zu Fuß in Richtung Hochstedt zu diesem Naturdenkmal. Der dortige See hat weder Zu- noch Abfluss. Entstanden ist er durch von unterirdischen Strömungen verursachte Auswaschungen in den Buntsandstein- und Muschelkalkschichten dieser Region. Als die Decken der so entstandenen Hohlräume zu dünn wurden, brachen diese ein und ließen an der Oberfläche dieses große runde Loch entstehen. Nach und nach füllte es sich mit Regenwasser, das wahrscheinlich infolge von Verstopfungen auf seinem Grund nicht im Karst versickern kann. So besitzt es heute einen Wasserspiegel, der deutlich über dem der Umgebung liegt. Nachdem lange Zeit die Tiefe des Erdfallsees unbekannt blieb, wird diese nach neueren Messungen mit 17 Metern angegeben.
Umgeben ist das Große Seeloch von einem schönen Laubwald, während sich in seinem Wasser, das auch als Angelsportgewässer dient, unter anderem Karpfen, Schleien und auch Aale heimisch fühlen.
Übrigens befinden sich in der Umgebung des Großen Seelochs noch das inzwischen nahezu ausgetrocknete und sumpfige Kleine Seeloch und ein als Moosloch bezeichneter dritter kleinerer Erdfall.

In einer Entfernung von etwa 25 Kilometer ist in südwestlicher Richtung entfernt das etwa 300 Hektar große Naturschutzgebiet Keulaer Wald zu finden. Das größtenteils von Rotbuchen bewachsene Waldgebiet liegt auf einem Muschelkalk-Höhenrücken im östlichen Eichsfeld auf einer Höhe von etwa 500 Metern nördlich des Dorfes Keula. Parkmöglichkeiten bestehen entlang der von Keula nach Friedrichsrode führenden Straße. Von dieser aus führen einige nicht markierte Wege in das einem Urwald ähnelnde Gelände, sodass bei der Erkundung dieses landschaftlichen Kleinods Pfadfinderqualitäten von Vorteil sein können. Belohnt wird man in dem starken Unterwuchs des Waldes mit der Entdeckung seltener Gewächse wie dem Quirlblättrigen Weißwurz, der Mandelblättrigen Wolfsmilch oder verschiedener Orchideenarten.
In den Keulaer Wald gelangt man auch nach einer kleinen Wanderung auf ausgeschilderten Wegen, die von der bereits erwähnten Straße und auch anderen Ausgangspunkten auf die baumfreie Anhöhe des Keulaer Rondells führen. Von hier aus ergibt sich eine schöne Aussicht auf Teile des Eichsfelder Landes und den Mittelgebirgszug des wenig bekannten Ohmgebirges.

   
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