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Klima im Freistaat Thüringen

Relativ oft sind aus den Medien Informationen über den globalen Klimawandel und die damit verbundenen unterschiedlichen Prognosen zu erhalten. Spärlicher fließen allerdings die Informationen, zu welchen Veränderungen der Klimawandel speziell in Deutschland führen könnte. Und noch weniger ist darüber zu erfahren, welche zu erwartenden Vorgänge sich in welcher Form auf Thüringen auswirken könnten.
Immerhin wurde im Jahr 2011 mit der Thüringer Klimaagentur eine neue Struktureinheit des Thüringer Landesamts für Umwelt und Geologie geschaffen, die sich mit der Klimasituation und der Klimaentwicklung in Thüringen beschäftigt.

Die bisherigen Veröffentlichungen dieser Klimaagentur basieren auf der Tatsache, dass das gemäßigte Klima Mitteleuropas in Thüringen kontinental geprägt ist und dabei relativ große Klimaunterschiede zwischen dem Thüringer Becken und den Gebirgsregionen bestehen. Diese führen beispielsweise bei den durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmengen zu Differenzen von rund 700 Millimetern, was bedeutet, dass auf den Höhen des Thüringer Waldes etwa 150 Prozent mehr Niederschlag fällt als im Flachland. Die Jahresmitteltemperaturen konnten an der Wetterstation in Artern mit 8,5 °C ermittelt werden, während auf der Schmücke lediglich 4,4 °C zu verzeichnen waren.

Unter Berücksichtigung dieser und weiterer Daten aller Thüringer Klimastationen sind für den Zeitraum der zurückliegenden 50 Jahre eine Zunahme der Sommertage bei gleichzeitiger Abnahme der Frosttage und eine daraus resultierende Zunahme der Jahresmitteltemperatur in ganz Thüringen zu erkennen.
Was die Niederschläge betrifft, so war für den Monat Juni eine Abnahme der Niederschlagssumme erkennbar, wogegen die Tage mit Niederschlag im Juli zugenommen haben.
Diese und weitere Veränderungen haben unter anderem dazu geführt, dass in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die thermische Vegetationsperiode in Thüringen etwa 220 Tage betrug und diese bis zum Jahr 2010 auf durchschnittlich 240 Tage angewachsen ist.

Wagen wir nun noch einen Blick in die Zukunft. Auch hierbei stütze ich mich wie bei den vorherigen Angaben auf Veröffentlichungen der Thüringer Klimaagentur. Deren Modelle lassen für den Zeitraum der kommenden 50 Jahre eine Zunahme der durchschnittlichen mittleren Jahrestemperaturen um 1,9 °C erwarten. Dabei wird es mehr Sommer- und weniger Frosttage geben. Die Sonnenscheindauer sollte dabei deutlich zunehmen.
Regen ist zunehmend auch als Starkniederschlag zu erwarten, wobei die Niederschlagsmengen im Sommer abnehmen und im Winter zunehmen werden.

Diese Klimaveränderungen werden zu einigen unangenehmen Folgeerscheinungen führen. Zu diesen werden eine durch längere Trockenperioden bestehende höhere Brandgefahr und ein zunehmender Schädlingsbefall in den Wäldern ebenso gehören wie die Zunahme von extremen Wetterereignissen und die Verringerung der Schneesicherheit in den Höhenlagen Thüringens, was zumindest die Tourismusbranche und die Wintersportler nicht erfreuen dürfte.

   
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