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Georg Spalatin - ein Weggefährte Martin Luthers

In seiner Biografie wird Georg Spalatin als Humanist, Reformator und Theologe bezeichnet. Nun rückt er in Altenburg als zentrale Persönlichkeit in den Mittelpunkt des 6. Themenjahres der 2017 zu Ende gehenden Reformationsdekade. Geboren im Jahr 1484 im mittelfränkischen Spalt studierte er später unter anderem in Erfurt und Wittenberg. Nach seiner Weihe zum Priester wurde er zu einem engen Vertrauten des Kurfürsten Friedrich des Weisen, woraus sich auch die Bekanntschaft zu Martin Luther entwickelte. Die daraus entstehende freundschaftliche Beziehung zwischen beiden Theologen fand unter anderem ihren Ausdruck in der Tätigkeit Georg Spalatins als einer der führenden Organisatoren der evangelischen Kirche in den damaligen sächsischen Ländereien in den Jahren zwischen 1527 bis 1542. 1528 wurde er zum Superintendenten von Altenburg ernannt. In dieser Zeit entstanden auch einige seiner Schriften über bekannte historische Persönlichkeiten.
Spalatin verstarb 1545 in Altenburg. Seine Grabstelle befindet sich in der Stadtkirche St. Bartholomäi.

Diese Kirche, die als Nachfolgebau am Ort einer römischen Basilika entstand, wird zusammen mit dem Altenburger Residenzschloss gemeinsamer Ausstellungsort der im Mai zu eröffnenden Ausstellung „Spalatin - Steuermann der Reformation” sein. Damit soll die Rolle der ehemaligen Residenzstadt Altenburg während der Reformation stärker als bisher ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Neben den bisher bereits bekannten Orten der Reformation werden dafür auch die Wirkungsstätten des Georg Spalatin, zu denen unter anderem auch das Rathaus und die Brüderkirche gehören, mit Informationsstelen kenntlich gemacht.

In der Brüderkirche fand bereits am 17. Januar die Eröffnung des Thüringer Themenjahres „Reformation und Politik” statt. Sowohl Thüringens Kulturminister Matschie (SPD) als auch der Beauftragte der mitteldeutschen Kirche für die Reformationsdekade, Probst Kasparick hoben dabei die Bedeutung des Glaubens für das politische und gesellschaftliche Handeln hervor.
Die heutige Brüderkirche entstand übrigens an der Stelle der ehemaligen Franziskanerkirche, die bis 1522 den Franziskanern als Klosterkirche gedient hatte und in der im gleichen Jahr ein evangelischer Geistlicher die Predigerstelle besetzte. Dessen Nachfolger wurde drei Jahre später Georg Spalatin, der das ehemalige Kloster 1529an die Stadt übergab und dabei die Franziskanerkirche in eine zweite Stadtkirche verwandelte.

   
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