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Urlaub in Thüringen
 
 

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Erlebnisreise auf einer kleinen Teilstrecke der Kanonenbahn

Der Begriff der „Kanonenbahn” wurde vom Volksmund geprägt und fand Verwendung für militärstrategische Eisenbahnstrecken. Als deren bekannteste gilt die circa 800 Kilometer lange Strecke zwischen Berlin und der französischen Stadt Metz, die in zahlreichen Teilabschnitten erbaut wurde und ab 1882 durchgehend befahrbar war.
Allerdings erhielt der durchgehende Verkehr auf dieser Strecke nie eine große Bedeutung, da sie kaum an industriellen Ballungszentren vorüberführte. So entwickelten sich die einzelnen Abschnitte der Strecke recht unterschiedlich und teilweise Einstellungen des Verkehrs führten schließlich zur Unterbrechung eines durchgehenden Verkehrs.

Auch Abschnitte des durch Thüringen führenden Streckenteils, der in den Tälern von Lutter und Frieda durch Bereiche des heutigen Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal führt, sind inzwischen stillgelegt. So fand 1992 auch eine letzte Sonderfahrt auf der Strecke zwischen Dingelstädt und Geismar statt. Allein auf diesem Abschnitt führte die Strecke durch fünf Tunnel und über vier Viadukte. Zu Letzteren gehört auch ein den Ort Lengenfeld am Stein in einer Höhe von 24 Metern überspannender Viadukt.

Im Jahr 2002 gründete sich in diesem Ort ein Kanonenbahnverein, der Teile der inzwischen stark verwachsenen Strecke schrittweise wieder freilegte und befahrbar gestaltete. Heute sind im Sommerhalbjahr auf der Strecke Lengenfeld über dem Stein nach Großbartloff und zurück oder bis ins 13,6 Kilometer entfernte Küllstedt Fahrten mit Fahrraddraisinen möglich, die jeweils vier oder sieben Personen Platz bieten. Von denen müssen jeweils zwei beziehungsweise drei kräftig in die Pedalen treten.
Für kleinere Gruppen bis zu zwölf Personen kann seit Kurzem auch eine Elektrodraisine angemietet werden.

Sofort nach dem Start wird das Lengenfelder Viadukt überquert. Vorüber am Barockschloss Bischofstein fährt man dann durch den ersten, als Entenbergtunnel bezeichneten Tunnel. Auf dem weiteren Weg nach Küllstedt, der übrigens recht stetig bergauf führt, verläuft die Strecke durch eine idyllische Mittelgebirgslandschaft und vorüber an einigen Haltepunkten. Drei weitere Tunnel folgen und die Umgebung zeigt sich nun etwas felsiger.
Dann wartet die dunkle Passage des 1530 Meter langen Küllstedter Tunnels auf die Besatzungen der Draisinen. Dieser Tunnel wird von zwei schönen Portalen eingefasst. Kurz hinter dem dann folgenden Büttstedter Viadukt endet die Tour am Bahnhof in Küllstedt.

Die Rückfahrt verläuft danach wesentlich kräfteschonender fast ausschließlich bergab. Maximal vier Stunden Zeit stehen den Draisinebesatzungen für die Absolvierung von Hin- und Rückfahrt und ein insgesamt einmaliges Erlebnis zur Verfügung.
Wer dagegen weniger Zeit und Kraft aufbringen will, der kann die wesentlich kürzere Tour per Draisine zwischen Lengenfeld und Geismar in Angriff nehmen.

   
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