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Ein Besuch im Keltendorf Sünna

Etwa 2.500 Jahre ist es nun schon her, als auf der nördlichsten Erhebung der Rhön, dem Öchsenberg, eine größere Siedlung existierte, die von Angehörigen einer keltischen Volksgruppe errichtet wurde. Diese Siedlung bestand etwa zwischen 700 und 200 vor Christus und ist durch zahlreiche Funde aus dieser Zeit auf dem Berg und dessen Umgebung belegt.

Vor etwa zehn Jahren fassten Vertreter mehrerer Gemeinden der Rhön den Entschluss, diese Tatsache aufzugreifen und auf dem Berg Öchsen bei Sünna, einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Unterbreizbach, ein Keltendorf entstehen zu lassen.
Im August 2006 wurde das Keltendorf Sünna eröffnet, das in den folgenden Jahren Erweiterungen und Ergänzungen erfuhr.

Heute sind auf dem mit Holzpalisaden und einem Torhaus mit Wehrturm umfriedeten Gelände keltische Wohnstätten und Handwerkerhäuser zu betrachten, können ein Langhaus und ein Sanitärbereich erkundet werden und zeugt eine überdachte Feuerstätte von der einstigen Siedlung.
Neben dem im Infocenter und Empfangsgebäude erhältlichen Informationen bieten elf Stationen innerhalb der Palisaden und zwei außerhalb von ihnen die Gelegenheit, sich mit dem Leben der Kelten bei individuellen Rundgängen oder bei den an Sonntagen stattfindenden Führungen vertraut zu machen. Von Januar bis März bleibt das Dorf bis zur Eröffnung zu Ostern geschlossen.
Erläuterungen zu den einzelnen Stationen erfolgen auf übersichtlich gestalteten Infotafeln und widmen sich Themen wie beispielsweise „Wer waren die Kelten?”, „Der Öchsen mit seiner Wallanlage”, „Handwerk der Kelten” oder dem „Bogenschießen”.
An monatlich stattfindenden Kelten-Erlebnistagen oder beim Großen Keltenfest in Juli werden den Besuchern vor allem handwerkliche Aktivitäten vorgeführt und findet eine erweiterte gastronomische Betreuung statt.

Eine kleine Ausstellung mit Funden aus der Keltenzeit rundet die Aussagekraft dieser geschichtsträchtigen Anlage ab. Einer ihrer wertvollsten Gegenstände ist dabei die Rekonstruktion einer circa 40 Zentimeter hohe Schnabelkanne, die im Bronze-Hohlguss hergestellt worden ist und deren Originalteile südwestlich des Öchsens gefunden wurden.

Ein als „Keltenpfad” angelegter Premium-Wanderweg mit einer Länge von etwa 17 Kilometern führt vom Keltendorf über Vacha, Deicheroda, Völkershausen und Wölferbütt und verfolgt dabei einige der von den Kelten in der Rhön hinterlassenen Spuren.

   
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