Thüringen
Urlaub in Thüringen
 
 

Urlaub in Thüringen







Karte mit Unterkünften

------------------------
Urlaubsunterkünfte
Urlaubsangebote
------------------------
Urlaubsland Thüringen
 
   

Auf der Burgruine Brandenburg

Erst wenige Wochen ist es her, dass auf der Ruine der Brandenburg das im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführte Mittelalterfest wieder Tausende Besucher aus nah und fern hierher nach Westthüringen gelockt hat.
Hier, wo zwischen dem Gerstunger Ortsteil Lauchröden und Herleshausen die Werra mit ihren beeindruckenden Mäandern den Grenzverlauf zwischen Thüringen und Hessen markiert, erhebt sich auf einem Bergrücken die Ruine der Brandenburg.

Erbaut von Vertretern des Geschlechts der Grafen von Wartburg sicherte sie vermutlich bereits ab etwa 1200 einen bedeutenden westlichen Zugang nach Thüringen. Am Beginn des 14. Jahrhunderts bildeten sich auf dem Burgberg zwei durch Felsen und Gräben getrennte eigenständige Burganlagen. Durch einen ständigen Besitzerwechsel und ihre abnehmende Bedeutung zum Ausgang des Mittelalters wurde die Burg gegen Ende des 16. Jahrhunderts aufgegeben. Wie auch bei anderen Burgen dienten danach ihre Steine als Baumaterial in den umliegenden Orten, sodass noch bis heute so manches Gebäude in Lauchröden zumindest teilweise aus den Steinen der Brandenburg besteht. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzten danach umfangreiche Sanierungsmaßnahmen ein, die die Brandenburg zu einem beliebten Ausflugsziel werden ließen.

Durch ihre grenznahe Lage und das damit verbundene Besuchsverbot zu Zeiten des Bestehens der DDR verfiel die Burganlage erneut. Nach der Wende gründete sich eine Interessengemeinschaft, die unter dem Namen Brandenburgverein erste Sicherungsmaßnahmen realisierte. Einige Jahre später wurde die Burgruine Brandenburg von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übernommen.

Heute führen zahlreiche schöne Wanderwege auf das Gelände der östlich von Lauchröden gelegenen zwei Burganlagen. Während von der jüngeren West- oder Niederburg nur der Bergfried und Teile des Torhauses und der Ringmauer erhalten sind, hat die ältere östliche Burg noch eine nahezu komplette Ringmauer, einen sechseckigen Bergfried, den Wohnturm sowie zahlreiche Kellergewölbe und zwei Höfe zu bieten.
Letztere dienen als Veranstaltungsorte des Mittelalterfestes aber auch von in den Sommermonaten stattfindenden Konzerten.

Neben einer herrlichen Aussicht, die sich von der Terrasse der Burganlage über das Werratal und weite Teile des westlichen Thüringer Waldes ergibt, lohnt auch der Besuch des Burgmuseums. Dieses ist allerdings nur in den Monaten von April bis September jeweils mittwochs und von Freitag bis Sonntag geöffnet.
Dabei ist in den Ausstellungsräumen der Kemenate so manches Interessante über die Geschichte und Bedeutung der Brandenburg im Mittelalter und den Jahrzehnten danach zu erfahren. Einblicke werden auch in das Leben der damaligen Burgbewohner gewährt.
Im zugehörigen Außenbereich geben Informationstafeln aber auch interessant gestaltete Führungen Auskunft über das damalige Bauhandwerk und die, die Anlagen sichernde Wehrtechnik.

   
Nützliche Infos
» Fotos und Impressionen
Für Anbieter
» Unternehmen eintragen