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Auf den Spuren des Pößnecker Karmeliterklosters

Angeregt durch einen am 03.09. in der „thüringer-allgemeine.de” veröffentlichten Artikel, der über die laufenden Bauarbeiten an einer Gebäudefront des dem Pößnecker Marktes benachbarten Klosterplatzes berichtet, habe ich nach ein paar Spuren des ehemaligen Karmeliterklosters gesucht.
Am Standort dieses Gebäudekomplexes am Klosterplatz 2 bis 6 sind nämlich umfangreiche Bauarbeiten im Gange, in deren Ergebnis spätestens im Jahr 2015, wenn die Stadt Gastgeber des Thüringentags ist, das neue Stadtmuseum eingeweiht werden soll.

Vor etwa 700 Jahren, die Angaben schwanken zwischen 1315 und 1348, wurde dort ein Karmeliterkloster gegründet. Es war eine Zeit, in der sich der römisch-katholische Orden der Karmelitermönche über ganz Europa ausbreitete und seine Spuren hinterließ. Um das Jahr 1425 erhielt das Pößnecker Karmeliterkloster eine große schlichte Klosterkirche ohne Turm, die heute als Stadtbibliothek dient und unter dem Namen Bilke einschließlich ihres Bilkekellers bekannt ist.
Als im Jahr 1521 der mit einer Steigung von etwa 10 Prozent verlaufende Marktplatz der Stadt mit einem Marktbrunnen verziert wurde, waren es ebenfalls die Mönche des Klosters, die für den erforderlichen Wasserzulauf Pößnecks älteste Holzwasserleitung bauten.
Nach den Ereignissen der Reformation, die auch Pößneck erfasst hatten, wurde das Kloster 1525 aufgelöst und die zugehörige Kirche nach dem Abriss der Innenausbauten zu einem Getreidespeicher umgewandelt.

Nun, fast 500 Jahre später wird bei den auf dem Klosterplatz begonnenen Bauarbeiten zunächst ein gut und komplett erhaltenes Pferdeskelett entdeckt. Die Herkunft dieses Skeletts kann an diesem Fundort zwar nicht schlüssig gedeutet werden, dennoch wird ihm eine publikumswirksame Zukunft in Aussicht gestellt. Künftig soll es in einem Raum des neu zu eröffnenden Stadtmuseums an der Decke hängend die Besucher ins Staunen versetzen.
Weiterhin wurde an der Mauer eines alten Fachwerkhauses eine symbolische Darstellung gefunden, die ein Monogramm erkennen lässt, das im wahrscheinlichen Jahr der Erbauung des Hauses, im Jahr 1505 dort angebracht wurde.

Das künftige Museum selbst wird seinen Eingangsbereich im jetzigen Haus 6 erhalten. Der neu gestaltete Innenhof wird die Funktion eines zentral gelegenen Führers durch die Räume des Museums und deren Geschichte erhalten.
Informationen über die architektonische und inhaltliche Gestaltung sind bei einer geplanten Besichtigung des künftigen Stadtmuseums am 07. September zu erhalten.

   
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